Musikvereinigung Neugablonz e.V.

Musik sprengt Grenzen

Liebe Musikfreunde



Die Musikvereinigung Neugablonz blickt auf eine lange Musiktradition in der alten sudetendeutschen Heimat zurück. Bereits im 18. Jahrhundert pflegten in Gablonz an der Neisse Feuerwehr- und Schützenkapellen die Blasmusik. Geschichtlich verbürgt ist eine Blaskapelle in Gablonz seit 1837. Nach der Vertreibung aus der alten Heimat fanden sich rasch wieder Musiker in Neugablonz zusammen. Mit Hilfe der Oberbeurer Blasmusik, die Instrumente auslieh, entstand wieder eine Musikgruppe die zu Anlässen wie Fronleichnam und zum Maibaumaufstellen aufspielte.



Die Musikvereinigung Neugablonz bei einem ihrer ersten Auftritte an Fronleichnam im Jahre 1950





Am 14. Juni 1950 fanden sich alle heimatvertriebenen Musiker im Gasthaus Sommer zu einer Besprechung ein. Darunter befanden sich die Musiker Arnold Appelt sen., Arnold Appelt jun. Erwin Lucke, Walter Kaulfuß, Heinrich Leinweber, Arthur Maschke, Oskar Peukert, Alfred Ulbrich, Rudolf Weiß, Paul Weiß, Berthold Zenkner, Hartwig Hendrich, Johann Matzke, Berhold Bernt, Richard Müller, Walter Lucke, Johann Jonoch, Hugo Hübner, Anton Hannich, Ernst Rösler, Gustav Klier, Edmund Jäger, Erhard Peukert und Kamill Zappe. Die Musiker beschlossen, auf den Neuaufbau einer eigenen Kapelle hinzuarbeiten. Ein Heimatfest sollte die benötigten Finanzen für die Anschaffung von Instrumenten bereitstellen. Dieses fest fand am 13. August 1950 statt und erbrachte einen Reinerlös von 3.000,- DM, der die notwendigen Voraussetzungen für eine Vereinsgründung schuf. Am 15. April 1951 fand die Gründungsversammlung statt. Zusammen mit dem Sudeten-Streichorchester bildeten die 32 Blasmusiker nun die “Musikvereinigung Neugablonz”. Vorstand wurde Ernst Fuchs, Arthur Maschke übernahm das Dirigentenamt.

Die neugegründete Kapelle schloss sich sogleich dem Bezirk V des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes an und nahm mit großem Erfolg an Bezirks- und Bundesmusikfesten teil. Bereits in den 1950ern richtete die Musikvereinigung ein Bezirksmusikfest des Bezirks V aus. Im Jahr 1957 wurde eine einheitliche Uniform angeschafft.

Arthur Maschke erhielt die höchste Auszeichnung des ASM, die große goldene Verdienstmedaille mit Ehrenbrief. Aufgrund eines schweren Unfalls musste Arthur Maschke 1965 den Taktstock niederlegen. Sie Nachfolger wurde Erich Klinger, gefolgt von Erhard Peukert.



Die Musikvereinigung beim Musikfest in Oberostendorf 1969







Nach mehreren Dirigentenwechseln - unter anderem führte Karl Benzinger in den frühen 1970er- Jahren den Taktstock, übernahm Erhard Hübner 1978 das Dirigat, das er bis 1981 führte.




Vor dem Rüdigerdenkmal 1973




Ab 1981 leitete Cornelia Wiblishauser der musikalischen Geschicke der Musikvereinigung. Sie übt dieses Amt bis heute aus.  Seit den 1960er-Jahren war bereits Kamill Zappe Vorstand der Musikvereinigung und leitete sie mit Umsicht, Verstand und viel Liebe zur Blasmusik. 1976 wurde zum zweiten Mal ein Bezirksmusikfest in Neugablonz ausgerichtet.




Heimatfest 1978 in neuer Tracht 




1978 erhielt die Musikvereinigung in der Benediktiner-Abtei Ottobeuren die Pro-Musica-Plakette und präsentierte zu dieser Gelegenheit ihre neuen Trachten; die Westen waren in der Gablonzer Traditionsfarbe Grün gehalten. Nachfolger von Kamill Zappe als Vorstand wurde 1979 Kurt Reichelt, der dieses Amt bis 1985, unterbrochen von einer Amtszeit Erwin Luckes jun, ausübte. Von 1985 bis 2003 war Georg Kollmeder Vorstand der Musikvereinigung. In seine Amtszeit fällt die Ausrichtung des Bezirksmusikfestes 1987 und eine deutliche Verjüngung des Klangkörpers. 




Im Gablonzer Haus 1987





In den frühen 1990er-Jahren nahm die Musikvereinigung Kontakt zur Blasmusik von Jablonec (Alt-Gabonz) auf und pflegte über viele Jahre eine freundschaftliche Beziehung zu den tschechischen Musikern, die sich in vielen Besuchen und Gegenbesuchen äußerte.




Vor dem Rüdigerdenkmal 1996




2003 übernahm Volker Schaurich das Vorstandsamt von Georg Kollmeder und übte es bis zum Jahr 2011 aus.

Von 2011 bis 2013 führte Günther Seydel die Musikvereinigung

Seit 2013 teilen sich diese Aufgabe Günther Seydel, Conny Wiblishauser und Heinrich Hallatschek




Die Musikvereinigung im Jahr 2011